Lea Ackermann

34 Jahre Solidarität mit Frauen in Not

Lea Ackermann hatte weder Geld noch ein Büro, als sie 1985 mit ihrer Arbeit in Kenia begann. Der Bischoff von Mombasa schenkte ihr als „Startkapital“ ein leeres Lagerhaus. Durch einen Freundeskreis unterstützt und mit Hilfe einiger Frauen startete die Ordensschwester mit ihrem Hilfswerk „SOLWODI“. Dies bedeutet: SOLidarity with WOmen in DIstress – Solidarität mit Frauen in Not.

Heute ist „SOLWODI“ in Deutschland, Kenia, Österreich, Rumänien und Ruanda aktiv.

Im Buch „In Freiheit leben, das war lange nur ein Traum“ umschreiben die Mitautorinnen Mary Kreutzer und Alicia Allgäuer Schicksale der Frauen.

Diese erreichen Deutschland auf dem Landweg durch die Sahara, mit dem Bus durch Osteuropa, im Flugzeug aus Lateinamerika oder Asien. Manche kommen voller Hoffnung und Träume. Ein neues Leben sollte beginnen; selbstbestimmt und voller Überraschungen. - Es kommt anders.

Andere kommen mit Schmerz und Trauer im Gepäck. Sie haben ihre Liebsten verloren und konnten nur noch ihr Leben retten. Weitere wurden von Menschenhändlern verkauft oder als Kinder mit alten deutschen Männern verheiratet.

Gemeinsam ist den Frauen, dass sie eine der folgenden Lebenssituationen erleiden mussten: Sie wurden durch Zuhälter, Freier oder Ehemänner unterdrückt, erlebten Arbeitslosigkeit, Armut und/oder politische Unterdrückung durch repressive Regime.

In Europa setzt sich „SOLWODI“ unabhängig und überkonfessionell für Frauen ein, die in Not geraten sind. Bei den Beratungsstellen erhalten sie Auskünfte und Betreuung. Bei Bedarf werden sie in Schutzwohnungen untergebracht, bekommen Hilfe bei der Integration oder werden bei der Rückkehr in ihre Heimatländer unterstützt.

 

Autor: Urs Trüb Quelle: Webseite von SOLWODI.de Buch: „In Freiheit leben, das war lange nur ein Traum"