Zahai Röschli

Ein grosses „Schweizer-Dorf“ in Addis Abeba

Das Ehepaar Röschli adoptierte mehrere äthiopische Kinder. Die älteste Adoptivtochter Zahai sah in der Schweiz einen Film über die Hungersnot in ihrer alten Heimat. Dieser Bericht erschütterte sie so sehr, dass sie 1985 nach Äthiopien ging, um dort ein Heim für 28 elternlose Kinder zu eröffnen.

Was mit einem Haus begann, das wurde dank ihrem Vater David Röschli zu einem grossen „Schweizer-Dorf“ in der äthiopischen Hauptstadt. Die Gründerin des Selam-Kinderhilfswerkes wurde  immer aktiver und sitzt seit einigen Jahren im Vorstand.

Ganz nach dem Motto „Aufnehmen, Ausbilden, Zukunft geben“ ist die Arbeit im Selam (Frieden) aufgebaut. Zum „Dorf“ gehören inzwischen ein Kinderheim für 400 Mädchen und Knaben. Die Tagesschulen besuchen 3000 Schüler. In Ausbildungszentren bekommen 500 Lehrlinge das Rüstzeug zu einer erfolgreichen Karriere. In der Tagesklinik können 60 – 80 Patienten aufgenommen werden. Für die bedürftigen Familien in der Umgebung des Selam-Dorfes ist ebenfalls gesorgt. Dazu gehören Schulstipendien, Schulmaterial, freier Klinikzugang und kostenlose Zahnbehandlungen.

Im Weiteren gibt es eine Kindertagesstätte für 80 Mädchen und Knaben von bedürftigen Müttern und  Arbeitsmöglichkeiten für Witwen. Freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Schweiz kommen immer wieder nach Äthiopien und vermitteln ihre Berufserfahrungen weiter.

Länder: Äthiopien
Autor: Urs Trüb Quelle: Webseite des Selam Kinderhilfswerks und Selam Freundesbrief (Februar 2019)

Selam Familie

von Marie-Luise Röschli

Selam Früchte

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